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Baustellenmanagement​

Kontrollierte Absenkung des Werrepegels für Arbeiten im Oberwasser des Sielwehrs

Im Rahmen der naturnahen Umgestaltung der unteren Werre waren Arbeiten direkt im Gewässerbett oberhalb des Sielwehrs erforderlich. Damit diese Arbeiten bei möglichst geringem Wasserstand sicher und gezielt durchgeführt werden konnten, wurde der Wasserstand der Werre im Oberwasser des Sielwehrs im Zeitraum vom 10. bis zum 14. August 2026 vorübergehend abgesenkt.

Die Absenkung erfolgte zu Beginn des Zeitraums kontrolliert und schrittweise in mehreren kleinen Höhenabschnitten. Dieses Vorgehen ist aus wasserwirtschaftlicher und ökologischer Sicht besonders wichtig. Auch während der Absenkung sollte ein kontinuierlicher Abfluss vom Oberwasser in das Unterwasser erhalten bleiben. Dadurch wird verhindert, dass sich die Abflussverhältnisse innerhalb kurzer Zeit stark verändern und das unterhalb liegende Baufeld durch plötzlich erhöhte Wassermengen zusätzlich belastet wird.

Gleichzeitig bleibt durch die schrittweise Regulierung eine möglichst kontinuierliche hydraulische Verbindung zwischen Ober- und Unterwasser bestehen. Dies ist auch für die Gewässerökologie von Bedeutung, da abrupte Änderungen der Wasserführung vermieden und die Bedingungen für Fische und andere Wasserorganismen möglichst wenig beeinträchtigt werden.

Die Veränderung des Wasserstandes der Werre kann sich auch auf die Grundwasserstände in den angrenzenden Bereichen auswirken. Deshalb wurden während des gesamten Zeitraums der Absenkung die vorhandenen Grundwassermessstellen regelmäßig kontrolliert. Die Grundwasserstände wurden täglich und teilweise mehrmals am Tag erfasst und überwacht.

Nach Abschluss der Arbeiten wurde der abgesenkte Bereich am 14. August 2026 wieder auf den vorgesehenen Wasserstand gebracht. Auch das Wiederaufstauen erfolgte nicht auf einmal, sondern schrittweise. Würde das Oberwasser innerhalb kurzer Zeit vollständig aufgestaut, könnte dem Unterwasser vorübergehend zu wenig Wasser zufließen. Im ungünstigsten Fall könnten einzelne Bereiche unterhalb des Sielwehrs zeitweise stark trockenfallen. Durch das stufenweise Anheben des Pegels konnte die Wasserführung im Unterwasser dagegen kontinuierlich aufrechterhalten werden.

Der abgesenkte Wasserstand wurde unter anderem genutzt, um sogenannte Strömungslenker in das Gewässer einzubauen. Hierfür wurden Baumstämme aus bereits im Zuge der Baumaßnahme gefällten Bäumen wiederverwendet. Die Stämme wurden an jeweils zwei großen Findlingen beziehungsweise Steinblöcken mit Ketten gesichert und gezielt im Gewässerbett positioniert.

Kontakt

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Stabsbereich Büro des Bürgermeisters und des Rates

Ostkorso 8
32545 Bad Oeynhausen
Tel: +49 (0) 5731 14 – 1000

FAQ

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