Zentrales
Baustellenmanagement​

Warum war die Werre so algig?

Während der vorübergehenden Absenkung des Werrepegels für die Bauarbeiten an der Unteren Werre waren an vielen Stellen deutlich mehr Algen als sonst zu sehen. Die Absenkung war dabei nicht die einzige Ursache. Vielmehr kamen mehrere ungünstige Bedingungen zusammen.

Im Sommer führte die Werre ohnehin wenig Wasser. Durch die zusätzliche Absenkung verringerte sich die Wassermenge zeitweise noch weiter. Dadurch wurden vorhandene Salze sowie Nährstoffe aus Einleitungen, zum Beispiel aus Kläranlagen, weniger stark verdünnt.

Gleichzeitig lagen die Wassertemperaturen teilweise bei bis zu 25 °C. Viel Sonne, warmes Wasser und eine erhöhte Konzentration von Nährstoffen und Salzen boten den Algen sehr gute Wachstumsbedingungen.

Bei den auffälligen grünen Algen handelte es sich vermutlich um den **Gemeinen Darmtang (Ulva intestinalis). Diese Algenart kommt besonders gut mit erhöhten Salzgehalten zurecht und ist normalerweise vor allem aus Küsten- und Brackwasserbereichen bekannt.

Die Pegelabsenkung hat das Algenwachstum also nicht allein verursacht. Sie hat die ohnehin schon günstigen Bedingungen für die Algen während der heißen und trockenen Wetterphase jedoch zusätzlich verstärkt.

Auch deshalb spielt beim Umbau der Werre neben dem Hochwasserschutz die Anpassung an zukünftige Trocken- und Hitzeperioden eine wichtige Rolle. Neue Inseln und Uferbereiche sollen sich unter anderem mit Gehölzen entwickeln. Diese können das Gewässer künftig stärker beschatten und so dabei helfen, eine zu starke Erwärmung des Wassers zu begrenzen.

Darüber hinaus bleibt es wichtig, die Belastung der Werre durch Nährstoffe und Salze weiter zu reduzieren, insbesondere in Zeiten mit wenig Wasser und hohen Temperaturen.

Hier klicken
Hier klicken
Hier klicken
Hier klicken

Kontakt

Stadt Bad Oeynhausen
Stabsbereich Büro des Bürgermeisters und des Rates

Ostkorso 8
32545 Bad Oeynhausen
Tel: +49 (0) 5731 14 – 1000

Bauabschnitt 1