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Baustellenmanagement​

Was ist das Umflutgerinne und warum wird es benötigt?

Das sogenannte Umflutgerinne ist ein vorübergehend angelegter Gewässerlauf, der während der Bauarbeiten am Sielwehr und an der zukünftigen Rauen Gleite benötigt wird. Es wird seitlich am eigentlichen Flussbett hergestellt und übernimmt während bestimmter Bauphasen zeitweise die Führung des Werrewassers.

Für den Rückbau des bestehenden Sielwehrs und die Herstellung der neuen Rauen Gleite sind umfangreiche Arbeiten direkt im heutigen Gewässerbett erforderlich. Damit diese Arbeiten möglichst sicher und unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt werden können, müssen einzelne Bereiche des Flussbettes zeitweise vom direkten Wasserabfluss entlastet werden. Das Wasser der Werre wird in diesen Bauphasen über das Umflutgerinne an dem jeweiligen Arbeitsbereich vorbeigeführt.

Dadurch kann der notwendige Abfluss der Werre auch während der Arbeiten aufrechterhalten werden. Gleichzeitig wird verhindert, dass die gesamte Wassermenge unmittelbar durch den gerade bearbeiteten Baustellenbereich fließt. Dies erleichtert unter anderem Erdarbeiten, den Rückbau vorhandener Bauteile sowie die Herstellung der zukünftigen Rauen Gleite.

Das Umflutgerinne übernimmt damit eine wichtige bauzeitliche Funktion. Es stellt sicher, dass die Werre auch während der umfangreichen Arbeiten am Sielwehr weiter Wasser führen kann und Ober- und Unterwasser miteinander verbunden bleiben.

Nach Abschluss der entsprechenden Bauarbeiten wird das Umflutgerinne nicht mehr benötigt. Die dauerhafte Wasserführung erfolgt anschließend wieder über das neu gestaltete Flussbett und die Raue Gleite.

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Bauabschnitt 1